Am anderen Ende der Welt

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Liebe Freunde der Natur-AG Bramsche,
Wie Sie/Ihr vielleicht wisst, habe ich die letzten 2,5 Monate in Russland verbracht, um dort im Amur Bird Project Vögel zu beringen und so Informationen über Arten zu sammeln, über die wir bisher kaum etwas wissen. Eventuell hat der ein oder andere von Euch/Ihnen in der letzten Zeit sogar meine Aktivitäten hier auf dem Blog oder gar auf unserem Amur Bird Project Blog verfolgt.
Es ist schon faszinierend, auf welche Vogelarten man dort „am anderen Ende der Welt“ trifft. Von farbenfrohen Spezies wie Rubinkehlchen, Blauschwanz oder Goldschnäpper, über geheimnisvollen wie Dschungelnachtschwalben oder Falkenkäuzen bis zu global bedrohte Arten wie Mandschurenkranich, Weiden- oder Mandschurenammer.

Viel faszinierender ist jedoch, dass über viele dieser Arten so gut wie nichts bekannt ist. Wohin ziehen sie? Wie groß ist ihr Verbreitungsgebiet? Nehmen ihre Bestände ab oder zu?

Diese Fragen wecken natürlich den Ehrgeiz eines Vogelkundlers und motivieren jeden Tag aufs Neue. Auch wenn das Leben an einer Beringungsstation teilweise sehr anstrengend sein kann. Jeden Tag um 4 oder 5 Uhr aufzustehen, ist sicher nicht jedermanns Sache. Aber selbst bei größter Müdigkeit wird man durch die Vorfreude auf die nächste neue Art wachgehalten.
Aber auch außerhalb der Beringung erhält man in Russland ganz neue Natureindrücke. Unendliche Weiten, riesiger Wälder und dünn besiedelten Regionen bieten der Natur in Form von Bäumen, Vögeln oder Topprädatoren wie Bär und Wolf ganz andere Räume als bei uns in Mitteleuropa. Hier ein kleines Beispiel um sich diese endlosen Weiten vorstellen zu können: Der Amur Oblast, eine Verwaltungseinheit ähnlich unserer Bundesländer, besitzt ungefähr die Größe Deutschlands. Die Fläche wird aber statt von ca. 80 Millionen Menschen nur von 800.000 bewohnt, die Besiedlungsdichte ist also um ein hundertfaches kleiner.
Das verdeutlicht vor allem eines: Wir in Deutschland müssen die Flächen, in der die Natur und ihre Bewohner noch Platz haben, wertschätzen und vor Zerstörung schützen! Dabei kann jeder von uns, auch im kleinen Bramsche, ein Stück beitragen.

Liebe Grüße von Jonas Wobker (noch in Fernost)

Ergänzung von Carsten Fuchs

Das hört sich doch interessant und spannend an ! Und macht Lust auf mehr!! Aus diesem Grunde konnten wir Jonas dazu gewinnen, nach seiner Rückkehr eine Bilderreportage in Bramsche über seine Zeit in Fernost vorzuführen ! Weitere Infos hierzu demnächst auf diesem Blog ! Wir dürfen sicherlich gespannt sein!

Hier  ein Link zur Blogseite vom Amur Bird Projekt:

http://amurbirding.blogspot.de/

 

 

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